Beim Tauschgeschäft des Lebens geht es nicht zu wie an der Börse. Nicht einmal wie in einem normalen Einzelhandelsladen. Es geht nicht um Preise, die schon lange nichts mehr mit dem Wert von Waren zu tun haben und der Arbeit, die von ihnen repräsentiert wird. Die Dinge sind heute selten mit angemessenen Forderungen ausgepreist, dafür zunehmend unter- oder überzeichnet.
Beim Spiel, das wir das Leben nennen, funktioniert das nicht. Nichts lässt sich stauen, zurückhalten, werbewirksam auf den Markt werfen. Wir lassen zwar permanent unseren Verstand manipulieren, mit dem Leben funktioniert das aber nicht. Wenn es das versuchte, brächte es sich selber um.
Leben ist Austausch. Ist wie Luftholen. Wie Blutfluss von und zum Herzen. Aus. Ein.
Eine Hand, die immer nur nimmt, wird am Ende nichts mehr bekommen, ebenso wie eine, die immer nur gibt, irgendwann verkümmert.
Das Spiel des Lebens ist Austausch, und einmal mehr sehen wir, dass es nicht um Entweder-Oder geht, sondern um Sowohl-Als-Auch.