Home › Daily Archives › 25/03/2010

Wort-Pâtisserie

Während es morgens noch klar und kühl ist, wenn man vor die Tür tritt, so angenem, als würde die Nacht gerade vom Morgen geläutert, klettern tagsüber die Temperaturen endlich immer weiter in den zweistelligen Bereich. Für dieses Mal scheint unsere Winterreise beendet. Das Aufatmen schmerzt nicht mehr mit eisigen Stichen in der Brust, es befreit. Wie die Stille, in die wir eintauchen, wenn wir für Momente die Augen schließen.
Endlich ist es an der Zeit zu Naschen. Zeit für die kleinen Pralinen aus der Wort-Pâtisserie:

*Leben, dein Wein macht mich trunken! Sollte ich deswegen darauf verzichten- aus Angst vor dem Kater?
*In den Frühjahrsknospen raschelt das Laub des Herbstes. Nicht des Alten, sondern des Kommenden. Darum geht es. Darum geht es nicht. Begreifst du das Leben?
*Respekt vor dem Leben heißt auch, anzuerkennen, dass es weitergeht.
*Am schwierigsten erlangt man die Erkenntnis, gegen die man sich wehrt.
*Die ungeweinten Tränen schmerzen am heftigsten.
*Der Unterschied liegt in der Intention, mit der ich den Finger in die Wunde lege: Heilen oder am Schmerz weiden.
*Alles was du besitzt, kannst du nicht benennen. Alles, was du benennen kannst, kannst du nicht besitzen.
*Wer versucht, mit seinen Süchten die Lücken in seinem Leben zu füllen, macht sich zum Lückenfüller des Lebens.

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Wort-Pâtisserie als Audio.