Im Herbst 2006 begegnete ich einer Menschin mit großer Kopflastigkeit. Bei allem Reichtum, den ihr ganzes Wesen in sich barg, bestand sie stets darauf, den Schwerpunkt nach oben zu drücken. Um stabil “geerdet” zu sein, hätte sie ständig kopfstehen müssen. Menschen, die so veranlagt sind, tun das auch. Ohne es zu wissen. Ohne es zu bemerken. Innerlich taumeln sie wie Jojos durchs Leben.
Aber, wir haben gelernt: Kein Zufall, kein Urteil. Die Begegnung hinterließ dieses Gedicht, für mich und euch zu Erinnerung.
Eisbergkopf
Der Kopf
Ist wie die Spitze des Eisberges.
In ihm
Kann es nur einen Anflug von Größe geben.
Ein Schein-Bild
Das eitel in der Sonne glänzt.
Die Wahrheit ruht.
In der Tiefe des Seins,
Verborgen den Blicken,
Nur dem Fühlen erschlossen-
Im gegenseitigen Wiedererkennen
Über Kopf-Grenzen hinaus.
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