Wir glauben, Perfektion erreichen zu können, indem wir jede Frage beantworten, bis wir schließlich einmal auf alles eine Antwort gefunden haben. Wenn nicht heute, dann morgen. Vielleicht auch erst am Tag danach. Und wenn es an dem nicht so weit ist, dann doch sicher irgendwann. Da immer wieder Fragen auftauchen, müssen sie schließlich alle einmal beantwortet sein.
Das Leben entfaltet sich in Perfektion, weil es jede Antwort immer wieder in Frage stellt. Es verneint nicht, was war, es bejaht. Indem es sagt: “Ja, gut! Und was noch?”
Jeder Augenblick steht auf den Schultern aller vorhergehenden, und kann damit weiter sehen, als alle davor gemeinsam. Auch er wird sich einreihen. Oder die Welt hört auf sich zu drehen. Aber wer weiß, wenn diese aufhört, wo sich dann eine andere weiter drehen mag.
In dieser Erkenntnis, denn was ist sie anderes, als die Gewissheit, dass es immer weitergehen wird, liegt Frieden. Erinnern wir uns heute an den Weg des Friedens, der im Anfang(en) liegt!