Erinnern ohne Wiederholen 24
Es ist der Ruheplatz, jene Stelle der Festigkeit, die uns in der Ausgewogenheit von Ebbe und Flut so im Wasser des Lebens verankert, dass wir weder davon treiben, noch auf Grund laufen.
Mit den Wellen schaukeln wir auf und ab, solange wir in dieses Sein geworfen sind. Zwischen den Polen von Anziehung und Abstoßung schlingern wir hin und her auf der Suche nach dem Weg. Unsere Seekarten entstehen erst auf der Fahrt, weil wir jeden Morgen immer wieder neues Territorium sind für die Welt.
Geworfen- und Getriebensein schwingen um einen Punkt. Äußerlich kann er nicht erreicht werden. Der Anker hält uns im Innern. Wenn wir zentriert sind, weil wir uns und dadurch allem Sein mit der notwendigen Achtung begegnen, können wir jede Flaute überstehen und alle Stürme meistern.
An diesem Pol im Zentrum aller Polarität anzukommen und einen Moment verweilen, richtet dich und deine Sicht neu aus, wie sich das Schiff an der Kompassnadel orientiert, die immer nach oben zeigt.
Es geht um Erinnern. Um bewusst werden, bewusst sein. Sei der gegenseitigen Achtung gewahr zwischen “dir” und deinem Hohen Selbst.