Home › Daily Archives › 27/05/2010

“Erinnern Siebenunddreißig”

Erinnern ohne Wiederholen 37
Muster im Sand der Zeit. Impulse schieben Wellen vor sich her, die sich aus dem Nichts aufbäumen, um zu verebben. Auch die gleichförmige Bewegung benötigt immer wieder Anstöße, um sich fortzupflanzen.
Kreativität ist kein Dauerzustand. Kreation sehr wohl. Nichts ist. Alles wird. Und vergeht.
Wir haben es verdient, ein Gleichmaß anzustreben. Doch eine Nulllinie gibt es nur als Krücke, die den Umkehrpunkt markiert. Die Bewegung schwingt immer drum herum. Je näher wir der Linie sind, desto näher sind wir Null.
Das Leben hat den Impuls verdient. Ohne den es nicht “geht”. Dieses Wissen um die Notwendigkeit des kreativen Anstoßes, ist für das Leben so wesentlich, dass es uns von Zeit zu Zeit daran erinnert. Wenn es unsere Trägheit nicht mehr länger zu tragen, zu ertragen vermag.
Manchmal fällt es schwer, sich aufzuraffen. Darin aber liegt das Notwendige. Im Sinne des Wortes, etwas, das die Not wendet. Die Not des drohenden Stillstands, der Routine, der Gleichförmigkeit.
Was hier ebenso helfen kann wie in vielen anderen Situationen, ist Besinnung. Bewusstwerden dessen, was ist. Folgen wir dem Impuls, den wir benötigen, zurück zum Ursprung aller Bewegung. Tief einatmen und erinnern: Es gibt nur einen rechten Moment. Jetzt!

Und für jeden dieser rechten Momente gibt es eine Quelle, auf die wir uns besinnen können- Die Schöpferische Kraft.

Traumgerinnsel

Den Träumen entronnen?
Oder die Visionen verloren?
Zur Ruhe gekommen,
Oder einfach nur aufgegeben?
Du orientierst dein Leben an Etiketten,
Doch jeder Moment kommt unbeschriftet.
Was einen Namen hat,
Kannst du nicht mehr benennen.
Was unaussprechlich ist,
Davon hast auch du kein Wissen.
Das Wiederholen der Worte anderer
Ist nur nachgelebtes Leben.
Aufhören in der Wandlung- ist der Tod.

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