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“Erinnern Vierzig”

Erinnern ohne Wiederholen 40
Wenn ich einzigartig bin, aber nicht Ein-Ich, sondern die Ansammlung meiner Rollen, Zustände, Sichtweisen, wie können wir beide zusammen dann- Zwei sein?
Aus Einem und Einem anderen Zwei machen, ist niedere Mathematik. Das Zählen der Form. Nicht des Wesens.

Der Weg Al-Hasib, wie Douglas-Klotz ihn beschreibt, lädt uns ein, den Blick auf die inneren Details zu werfen, und dabei das Ganze nicht aus dem Auge zu verlieren.
Einander sehen heißt noch nicht, sich erkennen. Wir müssen uns einlassen. Auf uns selbst und auf den Anderen.

Ich kann erfahren, wie du bist, wenn ich es vielleicht auch nicht begreife. Es nicht mit dem Verstand ergreife, vielleicht sogar ablehne. In mancher Beziehung bist du mir vielleicht- zu verschieden.
Ich muss nicht mit jedem Detail einverstanden sein, kann das sicher auch nicht. Mit dem umfassenden Blick auf die Gesamtheit, wird mir jedoch die Möglichkeit bewusst, dass ich es nicht nur tolerieren kann. Ich kann über diese (im eigentlichen Wortsinn) Duldung hinaus gehen. Die Erlösung von der Ablehnung einiger Teile, heißt Akzeptanz des Ganzen.

Wenn ich “Du!” sage, und wirklich dich meine, bedeutet das deine Gesamtheit. Schließe ich etwas von dir aus, bedeutest du mir nichts als Ganzes, sondern nur als der Bruchteil von Möglichkeiten, der meiner beengten Sicht entspricht.

Das Gesamte ist überall, wir können es spüren in jedem Detail.

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