Home › Daily Archives › 25/06/2010

“Essenz der Schnelligkeit IX”

Wenn das Eine dem Anderen folgt, muss das Andere dem Einen auch voraus gegangen sein. Klingt logisch. Die Frage bleibt aber: Was war vor Twitter?
Nicht, dass ich etwas vermisst habe. Manchmal wissen wir aber auch erst, was fehlte, wenn es da ist. Wie wir vieles auch erst vermissen, wenn es weg ist. Aber das klingt dann doch wie Twittosophie, und die soll mal immer schön da bleiben, wohin sie gehört. Wo immer das sein mag…
Hier die nächste Folge:

Twitteressenz IX

Und wer die ersten Reminiszenzen verpasst hat oder einfach nur nochmal nachschauen möchte:

Twitteressenz I

Twitteressenz II

Twitteressenz III

Twitteressenz IV

Twitteressenz V

Twitteressenz VI

Twitteressenz VII

Twitteressenz VIII

“Erinnern Sechsundfünfzig”

Erinnern ohne Wiederholen 56
Der Sinn der Rose kann nicht das Rosenöl sein. Dass es Rosenöl gibt, ist nicht Sinn, sondern Ansinnen. Des Menschen, der besitzen will.
Den Duft der Königin der Blumen kann man nicht besitzen. Er ist teilbar. Führe andere in deinen Garten und lass sie ihr Gesicht eintauchen in den Himmel, der um einen blühenden Rosenstrauch schwebt. Wie tief sie eintauchen, ist ihre Wahl. Aber warne sie vor den Dornen, wenn du der Führer bist!
Der Sinn der Rose ist Schönheit. Ihre Blütenblätter lächeln, die sich öffnenden Lippen verströmen eine Essenz, die Bienen und Schmetterlinge trägt wie auf Wolken.
Sinn und Essenz der Rose können nicht die eines Menschen sein.
Mensch schmückt sich nicht nur mit fremden Duft. Meint er, seine Essenz könnte stinken? Vielleicht, weil ihm die Welt stinkt.
Wer seine wirkliche, eigene Essenz findet, verlangt nicht mehr nach einer anderen. Er teilt, was er anderen zu geben hat und nimmt Anteil an dem, was andere ihm anbieten.

Erinnere dich: Deine Essenz ist das Geschenk der Lebensaufgabe.