Home › Daily Archives › 26/06/2010

“Wie das Meer küsst”

Das Meer küsst salzig.
Liebesschweiß perlt über die Lippen.
Es trägt dich
Auf den Wellen einer unsichtbaren Dünung
Von einem Ufer zum anderen.
Ist deine Liebe stark genug,
Darin zu ertrinken?

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“Erinnern Siebenundfünfzig”

Erinnern ohne Wiederholen 57
Direkten Zugang zum Geschehen hat man nur, wenn man sich ihm öffnet.
Sehen, was ist. Was für ein lapidarer Dreiwortsatz! Wie oder was denn sonst, möchte man fragen. Aber so einfach scheint es dann doch wieder nicht, wenn man es genauer betrachtet.
Siehst du? Oder- interpretierst du das Gesehene? Nimmst du wahr? Oder- hältst du für wahr? Aufgrund welcher Vorannahmen auch immer.
Von Zeit zu Zeit ist es erforderlich, aus dem wellenförmigen Prozess des Lebens einen Moment herauszugreifen. Die Richtung eines Partikels innerhalb der Welle erfassen, um sich zu orientieren, wohin die Welle trägt.
Wir selber sind Partikel in den Wellen eines unendlichen Ozeans. Wohin geht die Reise? Wir müssen das Große, Ganze im Blick behalten. Was erfordert der Augenblick? Gleichzeitig müssen wir uns auf uns selbst besinnen.
Ein offenes Sich-Selbst-Bewusstsein schafft Klarheit für die Reise.

Erinnern wir uns, manchmal muss man sich darauf fokussieren, zu sehen, was ist.