Nur selten gibt es einen Countdown. Es geht los, wenn wir mitten drinstecken im Unterwegssein. Keiner zählt runter bis Null oder sagt: “Auf die Plätze, fertig- Startschuß!”
Erst während es weitergeht, bemerken wir, das da etwas anders ist. Etwas ist anders und da ist etwas Anderes. Als es vorher war, als das, was wir bisher kannten. Zu kennen glaubten.
Auch, wer bekennend nicht glaubt, glaubt. Dass er nicht glaubt. Es scheint, um dieses viel diskutierte Thema kommt niemand herum. Dieses Thema, von dem die Menschen immer glauben, es gibt zwei Seiten, zwei Einstellungen dazu: Es zu tun oder zu lassen.
Aber bleiben wir auf dem eingeschlagenen Weg. Dem Pfad, denn es ist erst eine Spur, der wir folgen. Ohne zu wissen, dass es so ist. Wir leben dem Trugschluss, die Schritte fügen sich einfach aneinander. Dass der Startschuß gefallen ist, überhören wir. Merken erst, dass wir uns im nächsten Rennen befinden, wenn wir uns umdrehen. Wie konnten wir es nur übersehen? Und doch passiert es immer wieder.
Wir fahren in den Urlaub, hüllen uns in das selbstgestrickte Gewand des Glaubens an den Zufall und merken irgendwann, dass wir des Kaisers neue Kleider tragen. Und dann ist unser Erstaunen bei weitem größer, als das Entsetzen derer, denen wir begegnen. Als würden sie uns nicht nur erwartet haben, sondern genauso nackt, wie wir daherkommen.
Wenn der Zufall seine Hüllen fallen lässt, stehen wir mit noch weniger da als nichts. Wir haben nicht einmal mehr des Kaisers neue Kleider.
Aber davon wusste ich nichts, als ich mich in dieser Nacht auf den Weg machte, den ich für das Abenteuer einer spannenden Abwechslung während meines Urlaubs hielt.
Wie hätte ich ahnen können, wen und was ich treffen würde, dort, am Wegesrand.