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“Erinnern Einundachtzig”

Erinnern ohne Wiederholen 81
“Welches innere Mobiliar ist überflüssig, wenn du es in Hinblick auf den Sinn deines Lebens betrachtest?”
Ein Satz, eine Frage nur aus dem Buch “Die Weisheit der Sufis“. Und jeden Morgen, mit jedem anbrechenden Tag, hat er aufs Neue seine Bedeutung und Berechtigung. Vielleicht am Abend auch. Vielleicht da noch mehr. Vielleicht an beiden Wendepunkten: Dem des morgendlichen Erwachens ebenso, wie dem des abendlichen Abschließens des vergangenen Tages.
Nehmen wir wieder ein Bild zu Hilfe. Eindruck. Eindrücke. Eine zu Beginn glatte Oberfläche vorgestellt, sind das nach innen gehende Beulen, diese Eindrücke. Was sich am Anfang klar und wahrheitsgetreu spiegeln konnte, gewinnt immer mehr Facetten. Man spricht vom Facettenreichtum. Nun sehen wir, dass Reichtum verzerrt: Die klare Sicht bricht nicht nur ent-Zwei, sondern in-Viele.
Ohne Erfahrung ist das Leben nicht, was dieser Begriff aussagt. Erfahrungen sind es, die Wissen vermitteln; durch das, was sich uns einprägt, eindrückt. So wird Wissen von der nackten intellektuellen Information zu einem verinnerlichten Teil des Menschen.
Auf Spiegeln setzt sich Staub ab, besonders in Nischen, in Falten und Vertiefungen. In unseren Eindrücken.
Wir sehen nie direkt, so wie wir nicht in die Sonne blicken können, ohne Schaden zu nehmen. Alles Sehen ist ein Spiegeln. Wie klar es ist, hängt ab von der Raumpflege und unserem sorgsamen Umgang mit dem, was eingangs als inneres Mobiliar bezeichnet wurde.
Wir müssen gehen und sammeln, Staub aufwirbeln und Staub schlucken. Und wir haben die Fähigkeit zu handeln. Inwieweit unser Blick klar ist, klar wird, hängt von uns ab. Jeden Morgen und jeden Abend. Jeden Tag den ganzen Tag. Von Anfang an, bis zum…

Erinnere dich deiner inneren Räume und daran, du kannst sie auskehren.

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