HomeMeditation › “Erinnern Neunzig”

“Erinnern Neunzig”


[Foto via akatoff.wordpress]

Erinnern ohne Wiederholen 90
Wir richten uns nicht auf an bedingungslosem Freisein. Leben an sich ist Bedingungen unterworfen, die uns gefallen oder nicht.
Ein Fluss ohne Ufer versickert im Sand, und was sollte uns reizen, einen aufrechten Gang zu erlangen, wenn die Schwerkraft sich nicht dagegenstemmen würde? Dieselbe Kraft, die auch reguliert, dass wir in unserem Größenwahn nicht “ausufern”.

Woran wir uns aufrichten und festhalten, ist Widerstand. Die Kraft, die sich scheinbar dem Bestreben entgegenstellt, ohne die der Wille aber nur ein Schlag ins Leere wäre. Höhen sind dort nicht zu erklettern, wo wir nur von Ebenen umgeben sind.
Irgendwann einmal sind wir müde geworden, schneiden die Hecke unseres Gartens gedankenlos. Die des äußeren Gartens. Wir haben vergessen, dass die Form das Verschneiden braucht, um kein Dickicht zu werden.  Wenigstens aber schneiden wir. Den inneren Garten haben wir aufgegeben. Seine Pflege.

Leben ist sich selbst erhaltend. Als Quantität. Als Qualität braucht es Erhaltung. Fürsorge. Pflege.
Jasagen ist nicht der Weg, wer immer nur klein beigibt, macht andere und anderes größer, als es/sie wirklich ist/sind. Auch denen ist damit nicht geholfen. Die richtige Weglänge genannt bekommen, aber in die falsche Richtung geschickt werden, dient niemandem.

So oft schon gesagt: Auf das Maßhalten kommt es an.
In diesem Fall soll daran erinnert werden, das Wachstum manchmal gefördert wird durch Beschneidung, und der Weg zu einem Stück mehr Freiheit über die Beschränkung führt.
Erinnert euch an das:

Geschenk des Widerstands.

___
Scheinhardt auf Posterous
Scheinhardt auf Tumblr

Leave a Comment