Schwer zu glauben? – Der Herbstmonat ist da.
Für die Metereologen ist der Sommer vorbei, aber was glauben wir zu wissen? Die Altvorderen hatten nicht mehr gesunden Menschenverstand als wir, scheinen aber besseren Zugang dazu gehabt zu haben. Sie schauten einfach und gaben weiter, was sie sahen. Der Wandel hat Markierungen, wie die Tag- und Nachtgleiche.
Wir aber rechnen. Rechnen das Leben nicht aus, weil das in keine Funktion passt. Pressen es deshalb zwischen eckige und geschweifte Klammern.
Und ich? Gehe nur am Feldrain entlang hinunter zum See. Wollt ihr wissen, was ich gesehen und gehört habe?
Am Feldrand erzählt der Mohn
Den neuesten Klatsch.
Die unreifen Früchtchen wollen
Den Sommer verklagen.
Wegen Vernachlässigung.
Und extremem Verhalten.
Er lebte alles aus,
Was das Leben ihm eingab
An schizophrenen Wetterfantasien.
Stürzender Regen, gejagt von Temperaturexplosionen.
Da fehlte nur – Frost.
Aber wer weiß, was noch kommt?
Die Weiden trauern nicht wirklich
Zwischen Ufer und Tiefe.
Sie behüten den See.
Könnten wir doch nur sein Flüstern verstehen:
Wir haben einen Sommer verloren,
Doch etwas, das bleibt, gewinnt immer.
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