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Jahre wie Puppen

Jahre wie Puppen
Die Jahre in dir
Wie russische Puppen.
Schicht um Schicht schält sich
Eine auf die andere.
Es gibt nichts auszupacken.
Das Leben lässt uns nicht.
Zurückgehen.

Verlorener Glanz?
Wir könnten die Gelegenheit nutzen
Zu entdecken, was den Lack trägt.
Statt zu versuchen, uns immer wieder
Selbst zu bespiegeln
In Eitelkeit und Selbstmitleid.

Die Zeiten gehen.
Und kommen uns nicht nachgelaufen.
Wir haben den Faden nicht verloren,
Sondern uns darin verstrickt.
Aus der Nabelschnur,
Die vom Ende herreicht in das Jetzt,
Knüpfen wir uns
Einen Strick.

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Auf der Lesebühne - ©Dirk Hohmann

… nämlich den größten Teil des 28. Kapitels aus meinen Roman »Lea geht«
Wie immer bot die Lesebühne Leipzig am vergangenen Samstag im Café Anton Hannes eine tolle Atmosphäre, fantasievolle Autoren mit ihren Texten und ein begeistertes Publikum. Genau die richtige Umgebung, um diesen weiteren Einblick in den Roman zu gewähren, der im kommenden Monat erscheint.
Mein “Zehn-Minuten-Text” endete so:

“…
»Der einzige, der Bescheid weiß, ist Thomas.«
»Lea!«
»Mhm?«
»Entschuldige! Aber so allmählich komme ich nicht mehr mit bei deinen Kerlen.«
Am Fenstertisch war Ruhe eingekehrt, Gina wechselte das abgebrannte Teelicht. Aus der Konditorei schwebte der Duft nach kaltem Erdbeermark durch die offene Tür hinter dem Buffet herein.
»Thomas«, sagte Lea. »Er war groß und trug die langen Haare zu einem Zopf gebunden.«
»Seit wann stehst du auf so was?«
»Er war Pfleger in der Klinik, damals, als ich das Herz bekam. Das Schattenherz.«
»Was hast du nur dauernd mit diesem Schattenherz?«
»Hör zu! Hör einfach mal einen Augenblick zu.«
…”

Mehr gibt es auf der Blogsite des Romans »Lea geht«

Der Trailer: