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Wochenende III & IV

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Samstag und Sonntag. Lesebühne Leipzig im Café Anton Hannes und “Lyrik aufs Brötchen” im Café Waldi. Während das eine nahezu eine Routineveranstaltung ist, war das andere vollkommen neu.

Zur Lesung im Anton Hannes hatte ich natürlich »Lea geht« im Gepäck. Passenderweise hat an diesem Abend Ulrike Rücker die Lesebühne moderiert – Wann haben Autor und Lektorin schon einmal die Chance, gemeinsam aufzutreten? Es waren viele Besucher gekommen, teilweise auch als moralische Unterstützung für “Leseneulinge”, die mitunter durchaus interessante Texte vorgetragen haben. Die aus »Lea geht« gelesene Szene gab ihre dichte Atmosphäre rasch weiter an das Publikum. Die zehn Minuten Lesezeit waren wieder einmal viel zu schnell um.

Für alle, die mehr von Lea hören wollen, gelesen von mir selber: Am Donnerstag, 1. März 2012 ab 17.00Uhr bei Hugendubel in der Petersstraße in Leipzig gibt es die Lesebühne Leipzig via Hugendubel.

Im Café Waldi wartete am Sonntag Morgen ein nettes Brunch-Buffet im Separé. Getränke wurden auf Bestellung serviert, ebenso wie ganz nach den Wünschen der Gäste individuell zubereitete Eierspeisen. Dass es mit drei Zuhörern nicht besonders gut besucht war, lag vielleicht am Wetter. Morgens schüttete es wie aus Eimern, ein ungemütlicher Sonntag lag über der Stadt. Insgesamt war die Gaststätte ausgesprochen verhalten frequentiert, wie auch das Personal bestätigte. Vielleicht spielt eine Rolle, dass die Reihe “Lyrik aufs Brötchen” eine neu ins Leben gerufene Veranstaltung ist, am 26.02. fand sie erst zum zweiten Mal statt. Vielleicht sollte man im Vorfeld auch ganz einfach offensiver in die Ankündigung gehen. Hier sollten die Veranstalter einmal prüfen, ob sie genug dafür gesorgt haben, dass das Event wahrgenommen wird.
Die Gäste waren zumindest zufrieden – Mit Frühstück und Darbietung. Durch die begrenzte Personenanzahl konnte man nah aneinander rücken, die Lesung wurde vom reinen Vortrag und dem Rezitieren der Gedichte zum Dialog mit dem Publikum. “Lyrik aufs Brötchen” wieder mal mit Scheinhardt? Gern – Wenn die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden.

[Foto ©2012 by Dirk Hohmann]

Wochenende II

PremierenBühneDer Freitagabend stand ganz im Zeichen von »Lea geht«
Das Café in der Hugendubel-Filiale in der Leipziger Petersstraße war bis auf den letzten Platz besetzt, als das Intro begann. Sich fünf Minuten lang in der Lautstärke steigernder Herzrhythmus, bevor zur dezenten Untermalung getragene Musik einsetzte. Die Zuhörer mussten weitere fünf Minuten ertragen, bis kurz vor dem Moment, in dem die Spannung reißen würde, dann ertönte die Stimme des Autors aus den Boxen, um mit ein paar Gedankengängen, dem Vorlesen des Klappentextes und des Poems zum Roman für Einstimmung zu sorgen. Immer noch vom Band wurden die Gäste begrüßt, ein kurzer Abbinder weckte alle wieder zur Aufmerksamkeit, als der Autor endlich ans Pult trat, die Leselampe einschaltete und eine gute halbe Stunde aus dem 447 Seiten umfassenden Buch vortrug.

Hier das Intro in einer leicht gekürzten Fassung. (Auch die ist allerdings noch ca. 7min lang!)

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 Kapitel 1

»Mit eisigen Zähnen biss sich der Winter überall fest. Er glitzerte auf den verschneiten Straßen, die Sträucher im Park funkelten wie zu früh geschmückte Weihnachtsgestecke, während die wahre Kälte im Innern saß.
Über allem vorher – vor dem Tag, an dem das Dunkel kam – liegt Nebel. Wie beim Blick von einer Fähre an das zurückliegende Ufer, tauchen immer wieder nur Bruchstücke auf. Verschwommene Bilder. Satzfetzen in gleichzeitig heranwehenden und verhallenden Tönen.
Das Band, an dem entlang sich die Erinnerung zurückhangelt, verhakt erst an dem Punkt, an dem alles schwarz wurde. Bis der große Puppenspieler, der unserer aller Fäden in seinen Händen hält, Lea von den Füßen zerrte, heißt es, sei sie ein ganz normales Kind gewesen. …«

Mehr auf der Blogsite von »Lea geht«

Das Buch bestellen auf Amazon.

[Foto ©2012 by Dirk Hohmann]

Ganz einfach?

Ganz einfach?
Gebt dem Leben einfach
Lebendigkeit.
Lasst den Menschen einfach
Das Mensch-Sein.
Ein Satzfetzen,
Der über die Straße hallt:
“Kein Wort mehr will ich
Heute von dir hören!”
Sagt der Vater zu seinem Kind.
Mit gesenktem Kopf
Geht der Junge weiter.
Seine Mutter schweigt zu alldem,
Zieht an ihrer Zigarette.
Ich sehe meine Frau an.
In ihren Augen schimmert Traurigkeit -
Die Menschen nehmen dem Leben oft
Seine Lebendigkeit.

Doch in ihrem Blick
Lächelt auch ihr Sohn.
Und sie lässt ihn ganz einfach
Mensch – Sein!

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Wochenende I

Talk mit BuchDas turbulente Wochenende ringsum die Buchpremiere des Romans »Lea geht« begann mit einer Talk-Runde beim leipzig-info-tv.
Der Moderatorin Corina Ries versuchte ich Rede und Antwort zu stehen auf ihre Fragen rund um das Buch, meine Arbeit als Autor und meine Entwicklung auf dem Weg dorthin.
Was genau das Wechselspiel der Worte zwischen der sympathischen Frau und mir ergeben hat, kann man sich nachfolgend anschauen.

Leider habe ich keine Variante entdecken können, die Aufzeichnung direkt hier einzubetten, darum an dieser Stelle:
Der Link zur Talk-Runde

Chaosruf

Chaos Ordnung
Wer ruft das Chaos?
Zur Ordnung.
Ist das Streben nach Perfektion
Der Blinde Fleck, der uns hindert,
Die natürlich gegebene Perfektion
Zu erkennen?

Unser Bemühen ist Flucht.
Oder Jagd nach Luftschlössern?
Wir laufen den Dingen hinterher,
Die wir für wichtig halten.
Statt für die bereit zu sein,
Die richtig sind.

Auf und Ab bilden
Nur im Durchschnitt eine Linie.
Wir sind eher Tänzer als Sprinter.
Linientreue?
Kennt Derjenige nicht,
Der sich selber treu ist.

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Wochenend …

Fernglas Vorschau
… vor Schau.
Gerade heute bei Leipzig um 7: Die Talkrunde mit mir und Corina Ries zum Roman »Lea geht«
Mehr zum Buch auf der Blogsite.

Morgen findet in der größten Buchhandlung Leipzigs die Präsentation des Romans statt. Mit Signierstunde und Lesung. Start ist um 20:15 Uhr, der Eintritt ist frei.

Samstag Abend auf der Lesebühne Leipzig im Café Anton Hannes: »Lea geht« weiter. Einmal mehr ein Ausschnitt aus dem Roman in der Lesezeit, die mir in dem sympathischen Rahmen zur Verfügung steht.

Schließlich Sonntag: “Lyrik aufs Brötchen”. Die Veranstaltung für Frühaufsteher im Café Waldi. Während Sie in Ruhe frühstücken, lese ich aus meinem Gedichtband “Dem Schweigen abgelauscht”, habe aber auch Aktuelles dabei, das in unregelmäßigen Abständen auf meiner Blogsite veröffentlicht wird.

Drei Angebote an einem Wochenende: Wir sehen uns!

Präsentiert das …

Buchaufbau Lea… Buch!

Gestern entdeckt, als ich mich mit der Moderatorin des kommenden Freitag Abends traf, um den Ablauf aus ihrer Sicht für die Buchpräsentation von »Lea geht« abzusprechen. Neben der Tatsache, dass mit Tina Pruschmann ein weitere, kompetente Partnerin an Bord ist, um den Roman “vom Stapel zu lassen”, war es natürlich auch Klasse, das Buch bereits im Vorfeld der Premiere so exklusiv präsentiert zu sehen.

Danke an Dirk Wittbrodt und sein Team von der Filiale Hugendubel in Leipzig/Petersstraße!

Was es mit der Veranstaltung in zwei Tagen auf sich hat? Hier noch einmal der Trailer dazu:

Natürlich werden auch am Premieren-Abend Exemplare des Romans zum Verkauf angeboten, die ich vor Ort auf Wunsch gerne signiere. Wer nicht mehr so lange warten mag – Jetzt zuschlagen bei Hugendubel und am Freitag einfach sein eigenes Exemplar mitbringen. Die Premiere lohnt sich auf jeden Fall!

Bruchrechnung und Vielfaches

Wolkenbruch

Der Himmel hebt sich
Einen Wolkenbruch.
Immer wieder fällt der Tag
Vom Glauben ab,
Wenn die Nacht den Abend fortküsst.

Wir sind die Verbindungen
Von der Quelle zum Delta.
Erst, wenn wir uns verzweigt haben als Einzelne,
Kehrt es einmal zurück.
Das Eine, das immer bleibt.
So wie es in uns verborgen wartet,
Bis wir bereit sind.

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Lauter gute Nachrichten …

»Lea geht«

… in diesen Tagen.
Gestern lieferte die Druckerei die ersten Exemplare der ersten Auflage des Romans im Verlag an. Das hieß natürlich: Alles stehen und liegen lassen, um zu schauen, was aus der Idee geworden ist. Wie fühlt sich ein Gedanke an, nachdem er diesen Weg zurückgelegt hat, um zwischen zwei (zugegeben) gut gelungene Buchdeckel zu gelangen?

Wer das ebenfalls nachspüren möchte: Seit Geschäftsbeginn heute Morgen 10:00Uhr kann man sich das Buch bei Hugendubel in Leipzig/City holen.

Klappentext:
»Lea kroch auf allen Vieren durch die Finsternis. Vor sich her schob sie die Angst, irgendwo mit dem Kopf anzustoßen. Vorsichtig hob sie die Hand, und tastete immer wieder ins Leere. Dunkelheit war bisher nur ein Begriff gewesen. Auf diesem Weg kriechend, etwas Schleimiges zwischen den Fingern, sobald sie die Hand aufsetzte, erkannte sie, was Dunkelheit ist. Wie alle Menschen trug sie die Hoffnung in sich, dass es immer einen letzten, wenn auch noch so kleinen Lichtpunkt gab. Im tiefsten Innern einer jeden Finsternis. Hier umgab sie jedoch nur das Schwarz. Es brach aus ihr heraus und saugte sie in sich auf.«

Was, wenn der stete Fluss des Lebens bereits in der Kindheit durch einen Schlaganfall unterbrochen wird? Lea ist neun Jahre alt, als sie, teilweise gelähmt, in der Klinik erwacht. Von nun an wird sie humpeln, wenn sie weitergehen will. Aber sie geht. Sie geht weiter, auch als klar ist, dass sie ein Spenderherz benötigt. Erst recht nach der Operation und dem ihr prophezeiten Schicksal. Dass Auflehnung gegen das Bestehende ein Teil ihrer Natur ist, wird ihr vielleicht nicht bewusst. Doch lebt sie gerade diesen Teil von sich sehr intensiv.
Gegen sein Schicksal kann man sich wehren, indem man lernt, damit umzugehen.

Eine Geschichte, die am Ende beginnt. Ein Kreis, der sich schließt. Christian Scheinhardts Roman ist mehr als nur die Erzählung über einen Menschen, der wieder aufsteht, um seinem Schicksal ins Gesicht zu lachen, voller Zuversicht und Lebenshunger. Es ist eine Suche nach der Antwort: Kann man lieben mit einem fremden Herzen?”

Nichts Besonderes?

Sheep

Gäbe es einen besonderen Tag
Für die Liebe,
Wäre die Liebe nichts
Besonderes mehr.

Liebe ist immer
Oder nie.
Sie lässt keine Schokoherzchen
Höher schlagen.
Sie ist eine Beute der Schnäppchenjägerei
Nur in euren fantasielosen Fantasien.

Sie ist das Einfache,
Das schwer zu leben ist.
Macht ihr es euch deshalb leicht,
In dem Versuch, sie auf einen Tag
Zu reduzieren?