»Lea geht« weiter. Auch auf ihrer Plattform im Internet. Das ist nicht allein folgerichtig, sondern grundsätzlich: Richtig!
Darstellung, Selbstdarstellung, Aufzeichnen von Erinnerungen. Menschen pflegen Websites, Menschen füllen ihre Blogs. Öffentliche Auftritte, gesteuert vom PC-Bildschirm, sind Normalität geworden. Zurückgezogenes Leben und Erleben kann somit, zumindest zum Teil und zum größten Teil virtuell, ein Stück weit aufgegeben werden. Das Rampenlicht von heute ist in vielen Fällen die Beleuchtung des Monitors.
Folgerichtig nutzt man diese „Bühnenpräsenz“ erst recht für Auftritte, die ins Rampenlicht gehören.
Online auffindbar zu sein und zu bleiben, ist nicht allein für Menschen wichtig, sondern auch für Produkte. Für Inhalte. Ein Buch ist beides – Produkt der Kreativität und der in Form gebrachten Struktur zwischen Cover und Klappentext. Und es ist Inhalt seiner selbst, dessen, was der Autor zu sagen beabsichtigte und was den Leser erreichen soll. Es ist der Darsteller auf einer Bühne, die aus dem Gerüst von Worten des Schreibenden und mit der Fantasie des Lesers gebaut wird. Das Stück kann nur gespielt werden, wenn Leser der Einladung folgen. Ein Buch mit eigener Website lädt den Menschen von heute, den homo online’iens, aus dem Netz ein, einen Blick auf die Bühne zu werfen.
Folgerichtig hat der Verlag für »Lea geht« frühzeitig ein Online-Domizil eingerichtet. Eine Bühne in der virtuellen Welt geschaffen, um Interessenten zu Besuchern zu machen und Besucher zu Lesern.
Bereits als das Buch noch im Entstehen begriffen war, von der Form her, der Text als solcher, die Geschichte der Heldin, war bereits fertig geschrieben, wurde ich gebeten, die Seite im Netz zu betreuen und zu füllen.
Folgerichtig! – Wer kennt sein Buch und die Helden, die Geschichte besser als der Autor? Oder sollte das alles kennen.
Da ich kein technischer Profi bin, wurde WordPress für die Seite eingerichtet und ich konnte mit dem Einstellen von Inhalten beginnen. Ich entschied mich dafür, kein reines Blog zu betreiben. Sicher gibt es immer wieder Higlights, die wie in einer Chronik erfasst und hervorgehoben werden können. Das Blogsystem bietet aber die Möglichkeit, „klassischen“ Webauftritt und Bloggen zu kombinieren. Feste Startseite und Unterseiten, bei denen kaum Veränderungen nötig sind; dazu der unter entsprechendem Menüpunkt abrufbare Blog. Ich nannte und nenne diese Präsentation „Blogsite“. Keine Ahnung, ob der Begriff vorher bereits existierte.
Seither ist eine Menge Zeit vergangen, in der ebenso viel passierte. Das Meiste davon gehört, wenn überhaupt, an andere Stelle(n). Hier geht es um den Online-Auftritt meines Debüt-Romans »Lea geht« und sein gesichertes Fortbestehen in den Weiten des WWW.
Verblüfft hat mich die Mitteilung des Verlages Anfang August, dass seinerseits die Domain lea-geht.de vom Netz gehen sollte. Nicht, dass ich das für alle Zeit für ausgeschlossen hielt. Der Zeitpunkt, nicht einmal ein halbes Jahr nach der erfolgreichen Premiere des Romans in der größten Buchhandlung Leipzigs, erschien und erscheint mir jedoch zu früh gewählt.
Ein Buch von diesem Umfang und mit einem anspruchsvollen Thema muss Zeit und Gelegenheit haben, sich zu etablieren. Weniger als sechs Monate sind kaum ausreichend Zeit und das Aufgeben der Onlinepräsenz ist eine verpasste Gelegenheit.
Zur Begründung hieß es:
„…
Heute wurde eine Bereinigung der Domains vom Verlag durchgeführt.
Im Zuge der teilweisen Erneuerung von Webseiten und Schließung von einigen Seiten, wurde auch die Domain www.lea-geht.de gekündigt.
Die Domain wurde jetzt als Providerwechsel gekennzeichnet. Somit besteht die Möglichkeit der Übernahme, falls von dir Interesse besteht.
Ab Mitte September geht die Seite sonst automatisch vom Netzt.
Die Entscheidung ist deshalb gefallen, da ich selber auf bestimmte Kosten schauen muss und nach einem Jahr fallen einige Seiten weg.
…“
Bei aller Verblüffung nahm ich die Chance in dieser Mitteilung wahr. Auf Anfrage wurde mir schriftlich bestätigt, dass ich Domain und /oder Inhalt übernehmen könnte. Ich bekam freundlicherweise den Code übermittelt, um die Webpräsenz zu einem anderen Provider zu transferieren.
Ein paar Tage hat es gedauert, bis ich ein passendes (technisch für mich zu bewältigendes) Angebot gefunden habe. Der Support des neuen Betreuers der Domain hat mich hervorragend unterstützt!
Für 1,90€ im Monat (inkl. MwSt.) hat »Lea geht« nun ein neues Zuhause im Netz unter alter Anschrift.
Dem Verlag hilft hoffentlich diese Kostenersparnis an anderer Stelle weiter!
Vielen Dank noch einmal, dass ich alles so problemlos übernehmen durfte! Das ist auch nur Folge? – Richtig! Schließlich habe ich die Pflege der Blogsite von Anfang an allein betrieben.
Seit Bekanntwerden des Umzugs der Domain erreichten mich immer wieder Anfragen nach dem Warum? Ich kann dazu nur weitergeben, was mir mitgeteilt wurde. (s. oben)
Auch andere Fragen zum Roman, seiner Präsenz in der Öffentlichkeit und der Vermarktung, kann ich größtenteils immer nur auf eine Weise beantworten: „Ich weiß es nicht!“
»Lea geht« hat unbestreitbar Fans; ein paar zumindest. Vielleicht werden es mehr im Laufe der Zeit, wenn man diese ebenso nutzt wie die sich bietenden Gelegenheiten. Die Präsenz im Web ist und bleibt eine für mich, die ich nicht verpassen möchte.
… vergeht!







