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LebensLese

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Mit den Augen ernten
Was wir sehen.
Lässt ein Blick dich unberührt,
Bist du nicht reif.
Für diesen Austausch.
Doch auch,
Wenn wir zuerst aneinander vorbeigehen,
Bleibt ein Bild.
Kein Blick kann ungesehen gemacht werden.
Und zur Zeit der Lese
Mag es sein,
Dass du die Hand noch einmal ausstrecken darfst.
Nach dem Wein des Lebens.

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»Lea geht« – Buchpremiere

Der Audiotrailer zum Termin.

Um 20:15 geht es los.

Yin und Wirklichkeit

Yin und Wirklichkeit
Im Yin und Yang
Von Traum und Wirklichkeit.
Hörst du die Ketten rasseln beim Erwachen?
Sie halten dich nicht
In deinen Träumen fest.
Vielmehr ist es,
Als kehrst du zurück:
Vom Freigang im Grenzenlosen
In das in Schattenscheiben geschnittene Licht
Deiner Zelle des Denkens.
Du sagst, hier lebst du?
Aber wie wach bist du wirklich,
Wenn du nicht träumst?

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Jahre wie Puppen

Jahre wie Puppen
Die Jahre in dir
Wie russische Puppen.
Schicht um Schicht schält sich
Eine auf die andere.
Es gibt nichts auszupacken.
Das Leben lässt uns nicht.
Zurückgehen.

Verlorener Glanz?
Wir könnten die Gelegenheit nutzen
Zu entdecken, was den Lack trägt.
Statt zu versuchen, uns immer wieder
Selbst zu bespiegeln
In Eitelkeit und Selbstmitleid.

Die Zeiten gehen.
Und kommen uns nicht nachgelaufen.
Wir haben den Faden nicht verloren,
Sondern uns darin verstrickt.
Aus der Nabelschnur,
Die vom Ende herreicht in das Jetzt,
Knüpfen wir uns
Einen Strick.

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Schall. Mauern.

Schall. Mauern.

Wir durchbrechen die Stille nicht,
Indem wir schreien.
Flüstern und Lauschen
Sind kein Mittelmaß.
Sondern Mittel – der Wahl.

Um zu entdecken,
Musst du nicht suchen.
Du musst Finden. Zulassen.
Im Offensichtlichen liegen die Geheimnisse.
In der Dunkelheit tasten,
Führt dich immer wieder nur
Zu dir oder dem,
Den du dafür hältst.

Schall zwischen Mauern,
Die du errichtet hast.
Dich umkreist dein eigenes Echo.
Wie soll eine Melodie fließen
Aus einem immer wieder gleichen
Herabtropfenden Ton?

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Blütenlippen. Bekenntnisse

Blütenlippen. Bekenntnisse

Kirschroter Mund.
Blütenblätterlippenbekenntnisse.
Als wäre der Morgentau
Schon lange vertrocknet.
Mit dem Licht
Bringt die Sonne auch die Hitze.
Dörrt dich aus.
In den Schatten flüchten,
Ist keine Lösung.
Erst in der Nacht
Kühlt es sich wieder ab.
Wenn du nichts mehr siehst.
Sei still! Und lausche.
Vielleicht verrät dir ihr Schweigen
Das Geheimnis der
Lippenblütenbekenntnisse.
Das du nicht verstanden hast.

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Herzdarsteller

Richtungsweisend

Ein Stausee aus Erinnerungen.
Der Dammbruch des Gestern
Reißt dich fort aus einem sichergeglaubten Heute.
Und die Vorstellung der Zukunft
Erfüllt sich ungefragt und ungekannt.

Vorstellungen sind etwas für die Bühne.
Was glaubst du aufzuführen, ohne dich:
Als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller?
Aber darauf reduziert sich eben alles -
Das Haupt, ohne das wir uns kopflos glauben.

Suche statt nach Haupt-Darstellern
In deinem Leben
Nach denen
Mit Herz!

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Mono. Poly.

Mono.Poly.
Gehen Sie nicht über Los!
Ziehen Sie keine 4.000€ ein!
Das heißt auch: Geh’ ins Gefängnis!
Des gesellschaftlichen Außenseiterseins.
Ohne Reputation und Mammon
Ist in dieser Welt schlecht:
Frei sein.

Zwischen den Zeilen von Verboten
Lauern die Stolperfallen.
Niemand will deine Sicherheit, aber
Wo lässt sich ein Fehler nachweisen?

Damit wir etwas nicht denken,
Müssen wir es zuerst denken.
Woher sonst sollen wir wissen,
Was wir nicht denken sollen?

Um zu tun, was richtig ist,
Klammern wir uns an Verbote.
Aber das Falsche lassen heißt nicht,
Dass man das Richtige tut.

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Uniform

Uniform-Kompass

Sind wir, wer wir sind,
Wenn wir nackt sind?
Oder ist gerade dann das Offensichtliche
Unsere wirksamste Maske?
Wohnt das Ich in der Schamesröte
Deiner Wangen?
Findest du dich
Im niedergeschlagenen Blick?
Hörst du dich im Schweigen:
Nur nicht auffallen!
Nur nicht bemerkt werden
Oder etwas bemerken.
Beugt sich deine Persönlichkeit
In hängenden Schultern?
Zeigen deine Handflächen nach vorn
Oder nach hinten?
Vielleicht liegen sie sogar
An der imaginären Hosennaht.
Strammstehen in der Masse.
Nur nicht allein sein.
Um welchen Preis auch immer.
Wären wir alle nackt,
Wäre das auch nur eine weitere
Uniform.

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Besser als wir

2°
Wie die Eltern, so die Kinder?
Ja, trägt denn Mutter Erde
Narrenpolkappen?
Eine Oben, eine Unten.
Aber auch das ist nur eine Frage.
Der Perspektive.
Wir sehen uns alle am liebsten obenauf
Und hängen doch alle kopfüber
Im leeren Raum.
Infiltriert das Vakuum den Geist?
Verausgabt er sich an das Nichts?
Wo wir Definitionen brauchen,
Erklären wir die Wirklichkeit,
Statt zu begreifen.

Wenn Erde schon nicht stillstehen kann,
Soll wenigstens ihr Rotieren stetig sein!
Fromme Wünsche
Werden meist von Sündern geäußert.
Zum Narren machen wir uns
Und die alte Mutter.
Was sich besser anfühlt als Reue,
Ist das Wissen:
Andere sind auch nicht besser.
Als wir!

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