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“Mathematik des Wach-Wach-Komas”

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Im Wach-Wach-Koma glauben wir
Uns zu begegnen.
Träume innerhalb eines Traumes.
Wenn wir schlafen,
Sind wir dem Leben näher.
Dessen Geschenk es ist,
Uns zu geben, was wir brauchen,
Und nicht- Was wir uns wünschen.

Es hat Sehnsucht nach sich selbst
Dieses Leben.
Hast du dir je eines gewünscht,
In dem es nur um dich geht?
Schließ die Augen,
Versuche einmal: Nichts zu sehen.
Werde still und höre.
Nur einmal: Wirklich.

Nie ging es um etwas anderes
Als um dich.
Das ist einfache Mathematik
Mitten in der Poesie der Jahreszeiten.
Denn du hast nur dieses eine.
Leben.

“Mitten ins Schwarze”

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Mitten ins Schwarze,
Ohne gezielt zu haben.
Weil man vielleicht nicht der Schütze ist
Sondern das Projektil?
Wer ist sich im Klaren,
Außer denen, die nichts hinterfragen?
Auf einmal warst du da,
Und jede Unglaublichkeit
Lächelte sich am Ende einfach fort.
Wie geht es weiter
Wenn man mitten im Schwarzen gelandet ist?
Auch wenn die Trefferquoten gering sind,
Durchschlagen wir letztlich doch unsere Ziele
Auf dem Weg zum kaum geahnten Ende.
Wir können nur schauen,
Ob wir einen Teil unseres Weges
Gemeinsam fliegen dürfen.

“Geschlossene Kreise”

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Geschlossene Kreise-
Nur da, wo sich unsere Sicht spiegelt:
In der eigenen Oberflächlichkeit.
Wo wir nur denken,
Offenbart sich nur Gedachtes.
Zwischen den Stühlen sitzen,
Erfordert Konsequenz.
Den Mut haben, weder der einen
Noch der anderen Seite
Nach dem Mund zu reden.
Auf dem Hintern landen kann auch heißen
Der Sache auf den Grund zu gehen.
Wir müssen uns nicht entscheiden.
Aber wir können wählen.
Den Unterschied kennen,
Macht den Unterschied.

“Fixpunkte und Anlässe – Zenit”

Jede Geschichte geht weiter, wenn sie einmal begonnen hat, und sie wird auch enden. Das gehört zu den Regeln, die wir nicht gemacht haben, nach denen wir aber leben müssen.
Ignoranz, Verdrängung, Ablehnung, alles sinnlos. Die Regeln gefallen uns nicht immer. Wir würden uns aber auch dagegen auflehnen, wenn sie menschengemacht wären. Wir sind so.
Vielleicht kann ich es akzeptiern. Irgendwann einmal. Verstehen kann ich es nicht. Oder sogar Verständnis haben.

Die Geschichte von der Schneeballblüte setzt sich auch fort. Aber nicht heute. Heute ist der Fixpunkt. Der Anlass, der den Zenit markiert, wegen dem diese kleine Serie begonnen wurde.
Was soll ich sagen, was schreiben im Auge des Taifuns? Was würdest du mir sagen, heute, wenn du noch etwas sagen könntest?

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Lieber still sein

Damals
Habe ich nicht weinen können, als es geschah.
Meine Tränen hatten sich verbraucht
In der Erwartung des Unfassbaren.
Dann gingst du.
Und ich war leer.
Seit dem dauert dein Schweigen an
Und kann nie wieder enden.
All deine Worte sind
Nur noch Erinnerung.

Das Leben ist so oft
Nichts-Sagendes Geschnatter.
Während das Eine Ende
Beredtes Schweigen ist.

Was würdest du mir sagen, heute,
Wenn du noch etwas sagen könntest?
Ich seh das Bild, seh deinen Blick.
Es ist, als wäre deine Stimme da:
“Feiere für mich, so gut du kannst
Und vergiss niemals, was dir mein Schweigen sagt!”

Es sagt, zu früh ist immer!
Es sagt, zu spät ist nie!
Es sagt, nimm die Geschenke an!
Es sagt, gib davon weiter!

Heut möcht ich lieber still sein
Und der Erinnerung lauschen.
Dem Nicht-Vergessen, Nicht-Vergehen,
Das bleiben wird, so lange ich fühle.
Ich möchte ~~~~~~~~~
Lieber still sein…

Die SchneeballblüteTeil 1 / Teil 2

“Im Kokon”

Seele.
Im Kokon des Körpers.
Verpuppt. Verborgen. Gefangen?
Doch da ist nichts,
Was ihr sonst Ausdruck verleiht-
In dieser Welt.
Die Grenze ist
Eine Wand aufrecht stehenden Wassers.
Seelenwasser. Körperwasser.
Scharf getrennt,
So wie Meer und Fluss sich nicht vermischen,
Aber immer wieder vereinen.

Der Mensch.
Im Kokon der Masken,
Die er wechselt mit den Rollenspielen des Lebens.
Für die er die Drehbücher schreibt,
Indem er sie spielt.
Und schreibt. Und spielt.
Wir trennen uns selbst
In Phasen und Zeitabschnitte.
Doch sogar hinter diesen Trennwänden
Aus Illusion und Wegschauen
Wird das unbewegte Wasser schal,
Wenn wir nicht allein
Aus dem Kokon davonfliegen.

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“Textur der Nacht”

Nur ein Flüstern,
Und ich musste lachen.
Ganz still.
So wie er da vor dem Fenster tat,
Als würde er nur spielen.
Kleine Klangfäden rieselten
Mitten aus der Nacht herab.
Regen schlang sein Sehnen
Um die herbstmüde Erde.
Neumond schwärzte den Himmel.
War es das, warum der Schlaf nicht kam?
Ich saß und lauschte.
Dem Morgen entgegen.
Wie konnte ich sicher sein,
Dass die leisen, dunklen Tränen
Die schwarze Textur der Nacht
Aus meinem Warten herauswaschen werden?

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“Sein. Schein.”

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Der Kern hinter allen Schalen
Liegt im Dunkel
Unseres Nichtwahrhabenwollens.
Die Gravuren des Wissens,
Spuren von Oberfläche und Oberflächlichkeit,
Brechen das Licht in tausend Facetten.
Wir blenden.
Statt zu leuchten.
Das Licht wohnt im Dunkel,
Aber erst der Mut zur Zerreißprobe,
Die Schleier entfernen und fallen lassen,
Zeigt eine Andeutung von dem,
Was aus der Skizze unseres Seins
Für eine Konstruktion möglich ist.

“Schein. Sein.”

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Nicht immer ist die Hülle Schein,
Sondern das Bestreben des Innen,
Sich Ausdruck zu verleihen.
Abdruck nach außen.
Nur geliehen, verliehen.
Wir suchen uns im Wechselspiel.
Das Leben tanzt auf und ab
An einer Nulllinie.
Gleitet die Kraft ins Wellental,
Nimmt sie Schwung für den nächsten Aufstieg.
Nicht immer ist die Hülle Schein:
Wir leihen uns Ausdruck
Von unserem wahren Sein.
Um uns zu zeigen, wer wir selber sind.

“Und wann du?”

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Wir geben uns erschüttert,
Wo wir in Wahrheit aufbrechen
Aus unserem Verschüttetsein.
Wenn die Quelle den Felsen sprengt,
Brechen die Tränen der Erlösung hervor.
Kein Siegel hält ewig.
Die behütete, zum Fetisch erhobene Hülle,
Ist nur ein schwacher Abglanz des Wesens,
Das sie verbirgt.
Es kommt nicht darauf an,
Die Botschaft in dir zu bewahren.
Du musst sie lesen, ihr lauschen.
Und das auch noch
Zur rechten Zeit.
Wann bist du bereit?

“Spätsommerfest”

Erntezeit, wieder einmal.
Und wie reif bist du geworden?
Die Sonne versteckt sich
Hinter der Distanz des Spätsommers,
So wie wir
Die Seele abgrenzen im Fortgehen,
Das uns selbst nicht findet.
Bunt wird die Welt
Und feiert das Fest der Geduld,
Die sich in der Frucht zeigt.
Wir aber wissen nichts davon,
Weil wir im Welken der Blühte
Nicht das Reifen entdecken können.
Nichts lebt.
Ohne den Tod eines anderen.
Du kannst nur ankommen bei dir,
Wenn du zurücklässt, was alles anders ist.
Wie unreif bist du geblieben,
Zur Erntezeit, wieder einmal?

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