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Voting – Es geht los!

“Fang das Licht!” ist mit dabei:
Mein Buch ist nominiert für den Wettbewerb ~derneuebuchpreis.de~, dessen GewinnerIn auf der Buchmesse Frankfurt ausgezeichnet werden wird.
Hier findet ihr den Blick ins Buch:

Wer noch mehr sehen möchte, kann sich gern den Auszug zum Wettbewerbsbeitrag anschauen.

Die Abstimmung läuft von heute, 27.07.2011, 12.00 Uhr bis zum 7. September. Seine Stimme gibt man dem Buch ganz einfach durch einen Klick auf den Facebook-Gefällt-mir-Button auf dieser Seite:

Für “Fang das Licht!” voten.

Und nun – braucht das Buch euch. Eure Klicks. Um eine faire Chance zu haben in diesem Wettbewerb.
Vielen Dank für Eure Unterstützung!

NACHTRAG – BITTE LESEN!

WAS MIR WIRKLICH SAUER AUFSTÖSST: NUR WER EINEN FACEBOOK-ACCOUNT HAT, KANN MITMACHEN:
Für alle anderen poppt beim Klick auf den Button ein Fenster auf mit der Aufforderung, sich auf Facebook zu registrieren. :-(
Ja, mit Sicherheit hat das von Anfang an im Punkt 7. der Teilnahmebedingungen gestanden. Und ja, mit Sicherheit habe ich es überlesen. Wäre das nicht so, wäre das Buch vielleicht gar nicht erst nominiert worden.
Nicht nur, dass die hochkarätige Jury es sich leicht macht, indem durch Voting ermittelt wird, wer denn nun zu küren ist, die Beurteilung der Veröffentlichungen hinsichtlich ihrer Tauglichkeit als Literatur wird nun noch einmal fragwürdiger. Das Ergebnis repräsentiert nicht den Querschnitt an Auffassung der Internetcommunity, sondern den der Facebook-Nutzer. Was letzten Endes in die Endrunde zur Bewertung gelangt, wird nach dem Gesetz der großen Zahl höchstwahrscheinlich das Werk einer(s) AutorIn sein, der/die am meisten mit einem Pfund wuchern konnte: Viele “Freundschaften” auf Facebook.

Ich überlege, die Nominierung von “Fang das Licht!” unter diesen Umständen zurückzuziehen, bevor es richtig losging.
Was meint ihr? 

“Haftnotizen” – Selbstdefinition

“Es ist schwer, sich darüber zu definieren, was man nicht will. Auf Dauer werden die Spannungen zur Zerreißprobe. Was darunter leidet, sind immer der Rohstoff Leben und die Möglichkeiten des eigenen Ichs.”

Aus meiner Kurzgeschichte “Haftnotizen”.
Erscheint demnächst als Amazon-Kindle-Edition.

Hörprobe:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Informationen zu meinen bisher veröffentlichten Büchern findet ihr hier. Inklusive Blick in die Bücher und Bestellmöglichkeit.

Reisebilder nach. Innen.

Bilder gehen.
Mir durch den Kopf.
Ich bin süchtig danach,
Zu schauen.
Erklärungen sind nicht wichtig.
Dass man verstanden hat,
Zeigt sich,
Wenn man das Leben bejaht.
Auf die letzte Frage
Möchte ich keine Antworten hören.
Ich möchte sehen, was das Leben mir zeigt:
Auf alle meine Fragen.
Will durch die Bilder gehen.
Um vom Kopf hinzugelangen
An den Ort des Beginnens.
Der auch das Ende ist.
Lass die Bilder leben –
In deinem Herzen!

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Das heutige Gedicht ist mehr als nur das üblich Besondere. Es ist besonderer, weil es zu dem Buch gehört. Statt einem Vorwort habe ich “Fang das Licht!”, das gerade erschienen ist, diese Zeilen vorangestellt, habe dem Prosabändchen ein wenig Lyrik mit auf den Weg gegeben. Und dem Leser.
Ich wünsche dem Buch, dass es gefällt, dass es jeden Einzelnen zu seinen inneren Bildern führt und somit ein Spiegel ist. Mehr kann es nicht sein. Weniger sollte es nicht sein.

Bestellbar ist es bei epubli sowie bei Amazon. Und natürlich auch im gut sortierten Buchhandel.

Im Anschluss meine Phonelog-Nachricht des Morgens zur Veröffentlichung und zu anderen Themen meines Lebens. Denn: Nach dem Buch ist mitten im Leben und ist – vor dem Buch!

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Fan-Seite: “Fang das Licht!”

Nun ist sie da: Die Facebook-Fanseite für mein neues Buch “Fang das Licht!”

Das Licht lässt sich nicht fangen!
Frustriert schüttele ich die Faust in Richtung des Blätterdachs. Dort raschelt das Laub mit einem gutmütigen Kichern, kann ich doch in meiner Hand gerade mal einen Tischtennisball verbergen. Aber von dort, wo der Sommerwind immer wieder das Kaleidoskop der Kastanienblätter neu formt, kommen die widerspenstigen Strahlen. Vielleicht brauche ich einfach nur beide Hände?
Mama ist gewarnt und auf der Hut, als ich mich losmachen will.
„Du kannst hier nicht herumlaufen!“
„Ich will doch nur…“
„Tscht! Hörst du nicht? Denk doch nur mal an all die Leute.“
„Aber…“
„Was dabei herauskommt, wenn du wegrennst“, lässt sie mich gar nicht erst zu Wort kommen, „haben wir ja heute Morgen wieder gesehen.“

So beginnt die Titelgeschichte des Buches, die vom Wunsch eines kleinen Jungen erzählt, das Licht zu fangen, sich seinen Traum zu erfüllen. Was das mit einem Turm und einer Glocke zu tun hat, wird ab Mitte Juli nachzulesen sein, wenn das Buch erscheint.
Insgesamt sind es 21 Kurzgeschichten und andere Prosastücke aus meiner TastaTour, die ich zusammengestellt habe. Storys vom Leben, Betrachtungen desselben unter meinem eigenen Blickwinkel, Gedankenspiele und Gefühlsbeschreibungen.
Es sind immer Einladungen: Mit auf die Reise zu gehen, mit auf TastaTour.
Ich habe nichts weiter anzubieten, als diese Reisebeschreibungen: Jede Geschichte ist eine Reise von A nach Z, es kommt auf den Weg an, wie viele Zwischenstationen es gibt, irgendwann kommt man schließlich an. Wenn man erst einmal los gelaufen ist.

Das Werden des Buchs befindet sich in der Endphase. Wer daran teilnehmen möchte, kann das auf Facebook. Einfach auf das Cover hier oben klicken und den “Gefällt mir”-Button drücken.
Das Buch und ich, wir halten euch auf dem Laufenden!
Am Anfang wird die kurze Betrachtung stehen “Der Weg selbstwärts”. Bei “Scheinhardt auf TastaTour” im Rahmen der Lesebühne Leipzig durfte ich sie am 28.05.2011 bereits der Öffentlichkeit vorstellen. Lust auf das Video dazu? Bitte sehr!

“Sie sind der bilandia.de-Sommerautor 2011!”

RüsselWas für eine schöne Betreffzeile in der Email von gestern Abend!
Zuerst war mir nicht so recht klar, worum es ging. Wollte man mir wieder etwas aufschwatzen? Nein, im Gegenteil: Das hatte ich anderen zugemutet: Ihnen etwas aufgeschwatzt von meinem Geschwatzten.
Mit einem Vorlauf von einer Woche zur Teilnahme an dem Sommergeschichtenwettbwerb auf bilandia.de, verarbeitete ich mein Sommererlebnis so, dass es in den Rahmen der Teilnahmebedingungen passte und sandte es ein. Die Jury entschied: Das ist unsere Siegergeschichte. Vielen Dank dafür an alle Beteiligten und Verantwortlichen dort! Ich freue mich auf die Präsentation in den verschiedenen Formen, bis hin zur Facebookseite von bilandia und bin gespannt, was die Jahresmitgliedschaft auf der Autorenplattform in der Sparte “bestseller” für Erfahrungen bringt. Vielleicht ist es letztlich- ein Omen?

Der Link zum Siegerbeitrag auf bilandia.de.

“Fang das Licht II”

Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat, findet ihn hier!

„Na, komm schon“, sagt sie und schaut sich um. Geht ein paar Schritte, lugt hinter den Ahornstamm, an dessen Fuß dichtes Gras im Schatten wächst. „So schlimm war es doch nicht mit dem Saubermachen, mhm?“
Grün gefiltert wirkt das Licht unter dem Blätterdach, als würde man im Atem der Bäume schwimmen. Mit zusammengekniffenen Augen schaut Mama sich einmal ringsum, ohne mich zu entdecken.
Plötzlich ist es kalt, der Schweiß unter dem Sommerkleid lässt sie frösteln, statt zu kühlen.

Inzwischen ist die Geschichte in diesem Buch veröffentlicht, das ihr gern hier bestellen könnt.

*Das Foto zeigt meinen “magischen Turm”, wie er heute noch auf dem Rennplatz zu finden ist.

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“Schattenherz” Immer noch

Exposé zu meinem Roman

Man kann an jeder Stelle des Weges aufgeben. Mehrfach. Und aus verschiedenen Gründen.
Leas Geschichte erzählt davon, wie ein Mensch weitermacht. Trotz allem.
Wenn wir sie einmal gesehen haben, wie sie uns entgegenkommt, zuerst als Mädchen, später als junge Frau, werden wir das kaum wieder vergessen können. Sie geht nicht, es ist auch kein Humpeln. Ihre spastisch gelähmte rechte Körperhälfte zwingt sie zu stelzen. Es wirkt grotesk, wie eine Marionette, der man auf einer Seite die Fäden zu kurz geknotet hat.
Der Autor erzählt die Geschichte des Mädchens mit dem Handicap.
Mit neun Jahren erst der Schlaganfall, und noch bevor die Reha richtig starten und wirken kann, die nächste Diagnose: Herzinsuffizienz, inoperabel. Die einzige Lösung ist ein Spenderherz.
Sie hat Glück, die Transplantation schenkt ihr ein zweites Leben.

Von da an ist ihr Leben Kampf. Kampf mit dem Leben ums Überleben. Darum, weiterleben zu dürfen. Was für ein ungleicher Gegner!
Lea gibt nicht auf, als der Körper sich ihr entfremdet, der Spasmus sie zum Witz ihres früheren Lebens macht. Bleibt tapfer, als das neue Herz notwendig wird, obwohl die Angst vor dem, was da aus den dunklen Winkeln von Vorahnung und Nichtwissen auf sie zukommt, ihr unsagbare Angst bereitet. Monatelang Atemmaske tragen und Baumwollhandschuhe, getrennt sein auf diese Weise von der Welt, um der Welt erhalten zu bleiben, hindern sie nicht am Weitermachen.
Vielleicht machen die wirklich harten Schläge im Leben, die Menschen im Allgemeinen hart. Lea bekommt keine harte Schale, bleibt empfindsam und kindlich, auch als sie bereits heranreift zur Frau. Zäh wird sie durch ihr hartes Schicksal, und wenn es auch manchmal so scheint, dass sie aufgeben möchte: Die Ergebnisse, die wir erreichen im Leben, zeigen, was wir wirklich wollten.
Den Wechsel in eine behindertengerechte Schule steht sie durch, erträgt es, die Fremde zu sein. Kommt irgendwie zurecht mit dem zernarbten Jungen Benni und dem Mädchen mit der Hasenscharte, Sara. Versteht zunächst nicht, was sie mit dem Jungen im Rollstuhl, Bjorn, verbindet, der auf eine so kraftvoll stille Weise für sie da ist. Muss in der Beziehung zu ihm mit einer ganz anderen Art von Konfrontation umgehen lernen: Sie verlieben sich ineinander, die Welt steht Kopf und das scheint die einzig richtige Perspektive zu sein. Doch viel zu kurz. Zum nächsten Schlag holt das Schicksal aus und nimmt ihr den Jungen im Rollstuhl für immer weg. Bevor sie richtig zueinander finden konnten.
Lea erträgt die stumme Zwiesprache an seinem Grab.
Sich den Eltern gegenüber durchsetzen, ist oft die erste wirkliche Bewährungsprobe im Leben, auch wenn es nur (?) um Wunscherfüllung geht. Nach langen Diskussionen schafft sie es und bekommt zu Weihnachten einen Hund.
Der Beagle ist ein Sturkopf par excellence, aber auch mit ihm arrangiert sich das Mädchen. Findet einen Namen für ihn, der, als Hundename, ebenso erstaunlich ist, wie ihre Beziehung zueinander. So erstaunlich, wie Leas Leben selbst.

Benni hat man die schrecklichen Narben aus dem Gesicht operiert, richtig schmuck ist er jetzt, aber auch anzüglich und frech. Sara ist ohne Hasenscharte auf dem Weg, eine Schönheit zu werden, exotisch und geheimnisvoll.
Auch wenn die Haut glatt ist, die Narben darunter kann man nicht entfernen. Die, die noch tiefer gehen, als in den Körper. Scharten auf der Seelenhaut.
Als Lea sich entgegen ihrer eigenen Erwartungen mit Benni anfreundet, erfährt sie, dass es schlimmere Deformierungen geben kann, als die des Körpers. Und es ist nicht Härte des eigenen Lebens, die sie für ihn da sein lässt, ihm Trost gibt und Mut, sondern das Sich-darauf-einlassen-können, das sie sich bewahrt hat.
Auch dem Hunger nach Leben ihrer Freundin Sara versucht sie mit Verständnis zu begegnen, sieht, erträgt, toleriert, irgendwann, irgendwie, wie das Mädchen scheinbar oder wirklich ihrer neuen Liebe in die Quere kommt. Aber ist es nicht auch schon wieder mit Benni vorbei, bevor es angefangen hat? Eifersucht ist das egal. Sie packt uns erstrecht, wenn jemand anderes plötzlich zu besitzen scheint, was wir einmal als unseres betrachtet haben.
Lea steht immer wieder. Steht immer wieder auf. Sie hasst die Medikamente, das eingeschränkt sein, ihr Leben voller Handicaps, ihr Leben als Handicap. Aber sie steht. Und das Leben geht weiter. Weil sie geht.

Wie weiter nach dem Schulabschluss?
Was man Lea anbietet, interessiert sie nicht, erst recht möchte sie nicht den behüteten Vorschlägen ihrer Mutter folgen. Sie ahnt, dass es da schon lange nicht mehr um sie geht, sondern um die Mutter selber, die in ständiger Angst um die kranke Tochter lebt. Die nun aber kein Kind mehr ist.
Die Wende zur Freiheit kann oft nur Ausbruch sein.
Auf eigene Faust bewirbt sie sich um eine Ausbildung, weit fort von der Heimatstadt. Es klappt mit einem Platz im Internat, und auch den Kampf gegen die Mutter, die sie nicht gehen lassen will, übersteht Lea. Gewinnt ihn.

Dann ist sie auf sich allein gestellt, zum ersten Mal im Leben wirklich. Lea erkennt: Das Hinausgehen ins Leben, dieses Erwachsenwerden, bringt kaum die Befriedigung mit sich, die man erhofft hat. All die Momente, in denen man sich immer wieder sagt, wenn ich erst mal … bin, sie spiegeln meist nur trügerische Hoffnung.
Wenigstens trifft sie: Schicksalsgefährten. Auf diese Weise sind sie sich vielleicht nicht gleich, aber ähnlich.
Das bedeutet kein Einkuscheln in das, was einen verbindet. Menschen suchen wie Süchtige nach Unterschieden. Sie wollen sich abgrenzen, um ihrer Individualität sicher sein zu können. Also auch hier gilt für Lea: Kopf hoch und behaupten.
Um ihre Zimmergenossin anzusehen, muss sie wirklich den Kopf in den Nacken legen. Das Mädchen Alice (Ah-lieh-tscheh) ist über Einsachtzig und nicht nur wegen der Größe eine imposante Erscheinung. Dass sie nicht zimperlich ist, weder zu sich noch anderen, macht es unausweichlich, dass die Zwei aneinander geraten: Bei der Wahl des Bettes, bei der Diskussion über das Rauchverbot in den Zimmern, das Alice natürlich einen feuchten Dreck schert, bei der Frage, wie man sich einzuordnen hat oder nicht.
Ob Lea die Freundschaft sucht zu dem Mädchen mit der rheumatischen Erkrankung, oder sich zu verlieben glaubt in den Jungen, der täglich seine Runden durch den Wald joggt, immer wieder muss sie sich behaupten.

So war es von Anfang an, seit dem Moment, in dem diese Reise tatsächlich begann: Als ein Mitpatient sich nach der Transplantation zu ihr auf die Bank im Park der Klinik setzt und ihr die unglaubliche Geschichte erzählt. Gegen die sie sich wehrt, deren Gegenteil sie ihr Leben lang zu beweisen versucht. Die Geschichte vom Schattenherz, dass nun in ihrer Brust schlägt, und mit dem man nicht lieben kann.

Dass sie in der Neujahrsnacht ins Koma fällt, bringt sie zurück in das Krankenzimmer des Anfangs der Geschichte. Aber auch dieses Koma besiegt sie, geht durch die Gänge der verhasst-vertrauten Klinik, kaum dass sie erwacht ist. Nach einer Woche Abwesenheit von der Welt.
Sie erzählt Maria, der jungen Schwester, aus ihrem Leben, schläft schließlich ein. Und träumt. Oder ist es kein Traum diesmal, ist es ein Stück Wahrheit über die Welt? Dass es egal ist, wie sehr man anderen fremd bleibt, sobald man sich selber erkennt, solange man sich treu bleibt?
Den Unterschied macht nicht der Weg, er ist auch nicht das Ziel. Den Unterschied macht, wie man ihn geht, das Ziel ist, ihn als man selbst zu gehen.
Ob Traum oder Erkenntnisse im Schlaf und Halbschlaf. Als Maria die Patientin Lea Giddlach am nächsten Morgen wecken kommt, hat die ein friedliches Lächeln im Gesicht.

Der Autor zeigt Lea für den Leser
- Beobachtbar; da ist die Teilhabe an ihrem Leben.
- Erfahrbar; die Welt ihrer Gedanken, Schlussfolgerungen, Meinungen.
- Fühlbar; man steigt und fällt mit ihren Wünschen, Träumen, Hoffnungen, Sorgen, Nöten und auch der gelegentlich auftretenden Verzweiflung

Wen das Schicksal von Lea interessiert, das das von jedem sein oder werden könnte, der liest dieses Buch!

Und hier kann man gleich anfangen mit einer Leseprobe.

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“Am Wegesrand – Traumrealität”


[Foto via somethingspiritualyoga.com]

Eingehüllt in sich selber liegen Träume am Rande der Nacht. Ihren Bildern zu begegnen heißt, den Weg zu finden durch die Dunkelheit des Schlafs.
In der Finsternis gibt es eine Leinwand, auf der alles sichtbar wird. Aber was ist real, was ist die Wirklichkeit und was scheidet und unterscheidet sie vom Reich der Fantasie?
Was ist realer, die Miniaturbilder im Projektor oder die überlebensgroßen auf der Leinwand?
An welcher Schnittstelle kommt ein Traum in die Wirklichkeit?

Ich bin weiter unterwegs. Mit und zu dem Alten am Wegesrand.

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“Fang das Licht I”


[Originalfoto via panoramio.com]

Aber das Licht lässt sich nicht fangen!
Frustriert schüttele ich die Faust in Richtung des Blätterdachs. Dort raschelt das Laub mit einem gutmütigen Kichern, kann ich doch in meiner Hand gerade mal einen Tischtennisball verbergen. Aber von dort, wo der Sommerwind immer wieder das Kaleidoskop der Kastanienblätter neu formt, kommen die widerspenstigen Strahlen. Vielleicht brauche ich einfach nur beide Hände?
Mama war gewarnt und auf der Hut, als ich mich losmachen wollte.
„Du kannst hier nicht herumlaufen!“
„Ich will doch nur…“
„Tscht! Hörst du nicht? Denk doch nur mal an all die Leute.“

Inzwischen ist die Geschichte in diesem Buch veröffentlicht, das ihr gern hier bestellen könnt.

*Das Foto zeigt das historische Wartehäuschen an der Endstelle der Straßenbahn in Magdeburg, Herrenkrug, wo sich auch heute noch die Rennwiesen befinden.

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“Flüstern unterm Tisch”


[Originalfoto via meaow.myblog]

Und warum spielt das alles keine Rolle?
Ich schüttele den Kopf und trete durch die Tür, ohne eine Antwort gefunden zu haben. Nicht auf die Frage, die mir auf dem Weg nach oben über die nach Bohnerwachs riechenden Treppenstufen immer wieder durch den Kopf geht, sondern darauf, warum sie sich da überhaupt festgehakt hat.
Manche Gedanken sind so absurd, kein Wunder, dass der Verstand sich weigert, sie längere Zeit aus dem Gefängnis all unserer Verdrängungen heraus zu…
Die Tür schlägt zu, und als ich erschrocken herumfahre, puffen feine Staubwölkchen um meine Füße, die der trockene Knall ebenso aufgeschreckt hat wie mich. Sie scheinen dieselbe Zeitspanne, in der ich weggewesen bin, hier gelegen zu haben. Auch der Rest hat sich wohl kaum verändert, aber wer weiß schon, durch welchen Filter wir jeweils auf unsere Erinnerungen schauen.
Kaum merklich streicht ein immerwährender Luftzug durch den Raum, auch wenn die halbblinden Dachluken zwischen den nach Sonne und altem Holz riechenden Sparren geschlossen sind. Ein Säuseln, ein Flüstern.
Der Knall verhallt und macht einer Stille Platz, deren Vollkommenheit durch das Wispern in den Lücken zwischen den Ziegeln nur unterstrichen wird.
Mein erster Schritt zwingt mich in die Knie, eine dumpfe, schwarze Wolke hinter der Stirn. Dann erst spüre ich den Schlag. Manche Dinge bleiben doch nicht, wie sie waren. Die Sparren waren keinesfalls nach unten gesackt, sind aber doch nicht mehr hoch genug, dass ich unter der Balkenkonstrunktion hindurch rennen konnte wie als Fünfjähriger.
Ich reibe mir den Kopf, frage mich, ob es eine Beule wird, wie ich sie damals reichlich davongetragen hatte.

Stücken von Vergangenem schweben in der trockenen Luft, es ist, als könnte man den Beginn einer Geschichte lesen. Jetzt, nachdem ich zurückgeblättert habe. Die erste Seite, vielleicht gibt es einen immer noch zu entziffernden Prolog, ein Anfangskapitel, das sich ganz gut macht mit seinen holprigen Erinnerungen. Aber wenigstens sind die da.
Beim Umblättern sind mir die vielen leeren Zeilen aufgefallen in dem Buch, das meine eigene Geschichte nicht erzählt. Kein Mensch hat eine Geschichte, nie. Jeder Mensch ist eine Geschichte, ist seine Geschichte. Immer.
Aber das ist es, diese Lücken. Hat jemals stattgefunden, woran wir keine Erinnerung haben?
Und noch einmal: Das ist es. Was nicht aufgezeichnet ist, ist nicht Bestandteil der Geschichte.
Leere Seiten tragen zur Fülle des Buches bei, nicht zu seinem Inhalt. Gelebte Jahre lassen das Zeitkonto, das wir haben, immer weiter kippen: Von Haben in Richtung Soll. Aber nur die Erlebnisse in den Jahren mehren den Inhalt.
Das ist der Beweis dafür, dass es keine Rolle spielt. Völlig unerheblich bleibt, womit wir die Geschichten unseres Lebens aufzeichnen. Sie verblassen.
Bleistift verwischt, Tinte verschmiert, Fußabdrücke im Sand werden ausgewaschen von den Wellen der Zeit, verweht vom Wind der Sehnsucht. In Stein gemeißelter Ewigkeitsanspruch verwittert, weil sich die allgegenwärtige Erosion ein Festmahl daraus macht…

Erscheint demnächst komplett in der Prosasammlung “Fang das Licht!”