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Investition ohne Lohn

Investition ohne Lohn
Ich weiß nicht
Was sich lohnt.
Dinge, für die es Lohn gibt.
Lohnt sich:
Mitgefühl?
Aufmerksamkeit?
Zufriedenheit?
Was ist mit Liebe?
Bekommt man dafür etwas wieder?
Und – lohnt sich das?
Kaum, wenn man für das,
Was man dafür hält,
Sich nicht selbst findet.
Darum gehen viele leer aus.
Liebe ist keine Investition.
Sondern das Geschenk,
Das man sich selbst macht.

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Die Verschiedenen

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Wie könnten wir uns je ergänzen,
Ohne verschieden zu sein?
Verschiedenheit.
Verschiedensein.
Die Verschiedenen.
Der Sieger im letzten Finale -
Macht er alle wieder gleich?
Er gibt uns Gelegenheit,
Einander zu ergänzen.
Indem wir leben,
Wenn wir leben.
Und still sind,
Wenn es vorbei ist.

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Zeitrausch – Jo-Jo

Zeit - Jo-Jo
Es gibt keinen Punkt der Umkehr. Point of no return ist nicht das Besondere, sondern das Allgegenwärtige jedes Augenblicks. Nur mit dem Jo-Jo der Erinnerung gelangst du zurück. Und es dehnt sich immer zäher.
Aber ist nicht auch das ein Spiel?
So ist es eingerichtet, und wir hangeln uns an den mehr oder weniger elastischen Bändern entlang, die uns binden an Vergangenheit, an Erinnern und Vergessen.
Was uns wie Ewigkeiten vorkommt, sind erst Stunden und Tage, die sich um die Erde gelegt haben und im Rausch der Zeit erscheint uns ein Jahrzehnt wie ein Augenzwinkern. Es sind die Staubkörner der Zeit, die uns blinzeln lassen. Wer sieht schon klar, wenn Augenwasser den Blick trübt.

 

Buchmesse II. Lesung

©2012 Carsten Krankemann http://www.olivengedanken.de/

Die Vorstellung von »Lea geht« auf der Buchmesse Leipzig ist noch nicht einmal einen Monat her, und doch scheint dieser erfolgreiche Meilenstein in der Rückschau bereits von den Schatten eingeholt, die die Vergangenheit vorausschickt.
Es ging weiter, es geht weiter.
In den Tagen danach lernte ich den Bodensee kennen, ein wenig. Natürlich war der Roman gegenwärtig und stieß auf Interesse.
Wie immer heißt es einmal mehr »Lea geht« – weiter.

Bregenz

Impressionen

Sonnenuntergang

vom Bodensee

Lindau Insel

Wir stürzen uns in die Zeit wie in einen Rausch. Der Kater danach ist der Entzug von Sekunden, Minuten, Stunden. Aber wir glauben nur verloren, was in einer anderen Schicht von uns angekommen ist, um zu reifen.

Mehr Fotos von der Buchmesse gibt es hier.

Für weitere Impressionen vom Bodensee hier klicken.

Drunter und drüber

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Nicht anhalten, sondern aus -
Unsere eigene Unzulänglichkeit stoppt uns.
Früh genug.
Wir sind wandelndes Vergessen,
Oder wer erinnert sich wirklich?
Der Verstand kennt nur Routine.
Billiges Gewohnheitsleben.
Erinnerung existiert darunter und darüber:
Jede Zelle kopiert sich zu zwei weiteren,
Und im Fallen ist jeder Regentropfen
Ein Abbild.
All derer, die neben ihm
Vom Himmel stürzen.

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Chor [eografie] des Lebens

Choreografie des Lebens
Choreografie des Lebens.
Tanz zwischen Haben und Sein.
Man ist nichts, was man hat
Und nichts, was man ist,
Kann man besitzen.
Ein Schritt vor:
Ein Leben lang – zurück.
Abendrot und Morgenrot,
Verbunden durch den Sternenglanz
All jener Nächte,
Die du nicht zählen kannst.
Erst wenn du über das Können hinaus
Zur Improvisation gelangst,
Wirst du die Schritte zählen können,
Die es braucht
Für die Choreografie
Deines Lebens.

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Regenbogen-8

Regenbogen-8
In der Schwerelosigkeit
Zwischen den Sekunden.
Wir schweben wie Licht,
Mit dem Spiegel spielen.
Was uns schwer macht,
Ist der Staub der Gedanken.
Alles, was gedacht sein kann,
Ist Vergangenheit:
Aufzeichnungen auf Erinnerungsspuren.

Das Licht splittert,
Wenn wir am Spiegel zerbrechen
In alle sieben Farben.
Und doch schließt sich
So der Kreis:
Am Ende des Regenbogens
Stehen wir wieder am Anfang.
Und wo es beginnt,
Ist das Ende zu Hause.

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Nichts als …

Suche
Auf der Suche nach dem Grund
Wieder nur
Einen Abgrund gefunden.
Indem wir uns rausreden,
Reiten wir uns rein.
Nicht, dass wir prinzipiell ausgesperrt wären -
Wir verweigern die Teilnahme.
Und sind deswegen – teilnahmslos.
Aber was nutzt das Klagen?
Die Jammertäler
Gräbt der Fluss des Seins immer tiefer,
Während um die Gipfel der Freude
Ein eisiger Wind weht,
Der sie erodiert.
Im Lauf der Zeit
Stürzen die Sandkörner durch den Trichter.
Das Unten füllt sich
Und oben bleibt nichts.
Als Le(eh)re.

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Selbstzweckversuch

Selbstzweckversuch
Die Alten sind Vergangenheit,
Sind auf dem Weg:
Gewesen zu sein.
Und sie sind Ausblick.
Deine Ähnlichkeit mit ihnen
Ist ein Hinweis.

Die Jungen könnten werden,
Was wir gewesen sind
Oder gewesen sein könnten.
Der Unterschied ist ein Hauch und dünn.

Kreisen Galaxien immer?
Auf demselben Niveau?
Der Ruf verhallt,
Verliert sein eigenes Echo.
Ankommen und loslassen.
Wir sind als Selbstzweckversuch
Immer mittendrin.

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Aufgetaucht …

… ist ein kurzer Videomitschnitt der Premieren-Lesung von »Lea geht« am 24.02.2012 im Hugendubel in Leipzig.

Vielen Dank an Ulrike Rücker!

»Lea geht« ist im fhl-Verlag Leipzig erschienen.

www.lea-geht.de

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Schmaler Grat

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Rückgratwanderungen überall.
Wie zäh erschöpft sich der Aufstieg?
Wie sicher sind wir in der Angst
Vor dem Absturz?
In der Höhenluft singen die Illusionen
Lauter, als wir die Bodenständigkeit
Uns Vernunft lehren lassen.
Wir feuern aus allen Furohren,
Doch was sich für spektakulär ausgibt,
Ist nur das Geschrei des Einerlei.
Der Grat ist schmal
Zwischen Starrsinn und Unbeugsamkeit.
Und dabei kann ein einzelner Wimpernschlag
Uns nach Hause winken.

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