
Es gibt keinen Punkt der Umkehr. Point of no return ist nicht das Besondere, sondern das Allgegenwärtige jedes Augenblicks. Nur mit dem Jo-Jo der Erinnerung gelangst du zurück. Und es dehnt sich immer zäher.
Aber ist nicht auch das ein Spiel?
So ist es eingerichtet, und wir hangeln uns an den mehr oder weniger elastischen Bändern entlang, die uns binden an Vergangenheit, an Erinnern und Vergessen.
Was uns wie Ewigkeiten vorkommt, sind erst Stunden und Tage, die sich um die Erde gelegt haben und im Rausch der Zeit erscheint uns ein Jahrzehnt wie ein Augenzwinkern. Es sind die Staubkörner der Zeit, die uns blinzeln lassen. Wer sieht schon klar, wenn Augenwasser den Blick trübt.

©2012 Carsten Krankemann http://www.olivengedanken.de/
Die Vorstellung von »Lea geht« auf der Buchmesse Leipzig ist noch nicht einmal einen Monat her, und doch scheint dieser erfolgreiche Meilenstein in der Rückschau bereits von den Schatten eingeholt, die die Vergangenheit vorausschickt.
Es ging weiter, es geht weiter.
In den Tagen danach lernte ich den Bodensee kennen, ein wenig. Natürlich war der Roman gegenwärtig und stieß auf Interesse.
Wie immer heißt es einmal mehr »Lea geht« – weiter.

Impressionen

vom Bodensee

Wir stürzen uns in die Zeit wie in einen Rausch. Der Kater danach ist der Entzug von Sekunden, Minuten, Stunden. Aber wir glauben nur verloren, was in einer anderen Schicht von uns angekommen ist, um zu reifen.
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