“Du bist ein guter Mensch!”
Wer kann schon von sich behaupten, dass er das schriftlich hat, oder sogar gemalt?
Ob Julia wirklich Julia hieß, kann ich nicht mehr sagen.
Die Erinnerung an das kleine Mädchen ist wie ein Muster aus Licht, das durch das Laubwerk eines Baumes bricht. Wenn die Sonne richtig steht. Richtig zu uns, und wir richtig zu ihr.
Unsere Begegnung war ebenso flüchtig, wie das Licht, das wieder verschwindet, wenn die Sonne hinter den Baum gesunken ist. Die Leere, die es hinterlässt, füllt sich mit Schatten. Und mit Erinnerung.
Kennengelernt haben wir uns durch ihre Mutter, deren Namen ich sicher nicht wieder vergessen werde. Vladimir Nabokov hat ihn durch die Hauptfigur in seinem weltbekannten Roman berühmt gemacht. Was sie mit ihr gemeinsam hatte, mit dieser kindlich-frühreifen Lolita aus dem Buch, war hingegen eher wenig. Ihre beiden Töchter waren kurz davor, das Teeniealter zu erreichen, und sie gab sich resolut, intelligent und meist gefasst.
Die komplette Geschichte wird im Prosaband “Fang das Licht!” enthalten sein, der in Kürze erscheint.